Wenige Minuten in Levanto angekommen, mussten wir bedauerlicherweise feststellen, dass M’s deutscher Rezepteblock in italienischen Apotheken nicht gültig ist. Ausgerechnet Levanto! An jedem anderen Fleckchen Italiens wäre das keine Problem gewesen, doch in Levanto herrscht ein mit aller Strenge durchgesetztes absolutes Spassverbot (Bild rechts, duch klicken erhalten Sie eine Detailansicht). Erst als zwölf Flaschen rezeptfreies Nasenspray ausgetrunken waren, gestaltete sich der Tag als einigermassen erträglich.
Eine mittelschwere Katastrophe.
September 11th, 2006Italien: Campingparadies.
September 10th, 2006Nicht, dass M und ich uns das Four Seasons in Mailand nicht leisten könnten, aber manchmal braucht man die Nähe zur Natur, die Ruhe und den rustikalen Charme, den nur Camping bieten kann. So erholt man sich im Schlaf (sofern man einschlafen kann) vom ständigen Stress und den Strapazen einer topbezahlten Führungsposition.
Autobahnparkplatz A2 Schweiz *****
Italien eignet sich vorzüglich für jede Art vom Camping. Am ersten Tag (Bild links, durch klicken erhalten Sie eine Detailansicht) haben wir es leider nicht bis Italien geschafft. Wir entschlossen uns, trotz der brennenden Sehnsucht nach Bella Italia, eine Nacht in der Schweiz zu „campen“, denn die Schweiz ist so wie Norditalien, nur sauber. So könnte unser „Campingplatz“, ein Rastplatz an der A2, kurz hinter dem Gotthard Tunnel, es locker mit jedem italienische Campingplatz in Punkto Sauberkeit, Schlafkomfort, Reinlichkeit, Lärmbelästigung, Aussicht und Hygiene aufnehmen.
Levanto, Camping San Michelle ***
Der freundliche Campingplatz San Michele von Levanto, in unmittelbarer Nähe der Cinque Terre, fünf Dörfer an der ligurischen Küste, die so berühmt sind, dass man Schlange stehen muss, hieß uns die nächste Nacht willkommen. Während unseres Aufenthalts waren wir nicht sonderlich begeistert, aber rückblickend muss man zugeben, dass es sich um einen der schönsten Campingplätze in Italien überhaupt handelt. Klare Abstriche gibt es für die Tatsache, dass neben den horrenden Camping-, Auto-, Pro Kopf- und Zeltgebühren auch noch ein Euro für warmes Wasser bezahlt werden muss. Die Bierpreise an der Camping Bar lassen die Getränkekarte im teuersten Edelpuff von Tokyo diskontgünstig erscheinen. Unangenehm auch die hohe Dichte von Belgiern.
Ein unschöner „Zwischenfall“ (Bild rechts, durch Klicken erhalten Sie eine Detailansicht), der sich auf Grund leichter Schwierigkeiten beim Versuch unser Zelt ohne Bedienungsanleitung aufzubauen und einer verlegten Unterhose ergab, um dann für uns nicht mehr rekonstruierbar zu eskalieren, führte bedauerlicherweise dazu, dass der Italienische Campingverband (Confederazione Italiana Campeggiatori) einen Bann aussprach, der uns und unseren Nachkommen jegliches Camping auf italienischem Hoheitsgebiet zukünftig untersagt.
Camping Siesta Villagio Turistico Rodi di Gargano: **
Von so einem Bann lassen wir uns nicht abschrecken. Fortan legten wir uns unscheinbare Campingnamen zu und traten zwecks Campingregistratur als Atlas van Eyck (M) und Onofio di Molfetta (ich) in Erscheinung. Diese List erlaubte uns die Übernachtung auf dem Siesta (müsste eigentlich Fiesta heissen!) Campingplatz und Villagio Turistico Camping in Gargano. Camping der Zukunft schon heute.
Wie man unschwer erkennt (Bild links, durch klicken erhalten Sie eine Detailansicht) verfügt Siesta über futuristische Weltraumcampingbungalows, die selbst dem verwöhntesten Stadtmenschen allen nur erdenkbaren Komfort bieten. Leider sprengten die Preise selbst unser Budget. Da es nur ein bisschen regnete entschlossen wir uns, wie man sieht, es noch einmal mit dem Zelt zu versuchen.
Eigentlich wird die Bezeichnung Villagio Turistico dem Siestaangebot von Non-Stop Animazione, Restaurant, Bar, Supermarkt und heißen Duschen (kostenlos!) nicht gerecht. Es handelt sich um ein metropoli turistico von Weltrang. Die junge Dame an der Rezeption war ausgesprochen hübsch und sympatisch. Angeblich gibt es auf dem Campingplatz einen Baum, von dessen Krone aus man das Meer sehen kann.
Viel Spaß beim Selbercampen!
Toptipps zum Umgang mit den Einheimischen.
September 9th, 2006Italiener sind leicht zu begeistern, wenn man sich vor dem Urlaub ein wenig mit Land und Leuten beschäftigt. In den folgenden Tagen möchte ich an dieser Stelle über meinen Italienurlaub mit M berichten und hoffe, dass meine Erfahrungen Euch helfen, Euch auf eine eigene Reise ins Land des Duce Vita vorzubereiten.
Vorab: mit der Ausnahme von vielleicht Sex, Geld, gemeinsamen Bekannten oder gar Verwandten, verbindet nichts so sehr wie Essen und Trinken und sich darüber verständigen zu können. Daher ein paar Tipps zu Sprach- und Essgewohnheiten.
- Deutsch – Italiano
- Bier – Birra
- Fassbier – Birra alla spina
- Expresso – Espresso
- normaler Kaffee – gibt’s nicht.
- Pizza – Pizza
- Spagetti – Spaghetti
- Toiletten – Bagno
- Nennen Sie sowas wirklich Bier? – Questa sarebbe birra?
Ein wichtiger Hinweis zum Thema Bier
TOPTIPP: in Italien gibt es zwei Sorten Bier: Birra Morena und Birra Moretti. Beide haben gemeinsam, dass sie nicht sonderlich gut schmecken. Daneben hat jede Marke noch spezifische Nachteile. Morena, die Alte auf dem Birra Morena Etikett, schaut einen immer so vorwurfsvoll an, so „wenn Du Dich weiter so zulaufen lässt, gibt’s heute kein Kuscheln“ halt.
Dagegen ist Señor Moretti von Birra Moretti schon so dicht, dass nicht mal mehr Phantasiegespräche mit ihm möglich sind. Das erinnert kontinuierlich an den eigenen Zustand und welche fiesen Kopfschmerzen man morgen haben wird.
Einziger Pluspunkt: italienisches Bier wird in praktischen 0,66 Literflaschen verkauft!
Hartlap goes Pop
September 4th, 2006Aktuelles zum Thema Prisma finden Sie ab sofort unter: www.prismablog.de
Die Spex, das alte Langweilerblatt, kann einpacken. Detlef Hartlap, der Diederich Diederichsen der deutschen Fernsehzeitschriftenlandschaft, hat seinen unermeßlichen Wahrnehmungshorizont im wöchentlichen Leitkommentar der prisma auf die (für den eingefleischten Skeptiker natürlich viel zu überschwenglichen) Rezensionen des neuen Albums der Hamburger Diskursrocker „Kante“ erweitert und ist damit in der intellektuellen Königsdisziplin angekommen, nämlich der Kritik der Kritik. Opfer seines wie immer um sieben Ecken geführten Gedankengangs sind aber am Ende gar nicht die Nerds aus dem Norden: Hartlap pöbelt Disco-Queen Madonna höchstpersönlich an, indem er ihr gnadenlos und aus heiterem Himmel „tiefe Minderwertigkeistgefühle“ attestiert. Außerdem sei die singende Dame im Gegensatz zum französischen Meisterstrategen Napoleon vollkommen ungebildet. „Das zu sehen“, stellt der ausgewiesene Ostfriesland-Kenner nonchalant fest, „muss man nicht Freud heißen“. Dem ist nichts hinzuzufügen, Monsieur Detlef Detlefsen!
Die Lottozahlen von heute Abend.
August 30th, 2006mit Gewinngarantie! (ohne Gewaehr)
21, 22, 25, 37, 44, 48 Zusatzzahl: 49
Viel Spass beim Tippen!
Detlef, der Außerfriesische — die frühen Schriften
August 30th, 2006
Aktuelles zum Thema Prisma finden Sie ab sofort unter: www.prismablog.de
Immer schon hatten wir den dringenden Verdacht, daß sich mit Detlef Hartlap der letzte Feingeist und Freidenker der deutschen Intelligenz in die Chefredaktion eines Beilagenblättchens verirrt hat. Unserere bibliographische Recherche im Karlsruher Virtuellen Katalog liefert jetzt den sensationellen Beweis. Hier ein Überblick über das Hartlapsche Frühwerk, das vor seinen Zeiten bei der „prisma“ entstand — und zwar vor allem in der avantgardistischen Kulturgazette „Ostfriesland-Magazin„, der „Illustrierten für Land und Inseln zwischen Dollart und Jadebusen“, wo Hartlap seinerzeit auch heiße Eisen wie die DDR-Malerei oder die Fußgängerzone von Norden anpackte. Hier die geheime Publikationsliste — exklusiv bei uns!!!
Hartlap, Detlef: Ein Luftschloß aus lauter Löchern… Report über die Chancen eines umstrittenen Projekts: Nationalpark Wattenmeer. In: Ostfriesland-Magazin. Die Illustrierte für Land und Inseln zwischen Dollart und Jadebusen 5 (1983), S. 20-25.
Hartlap, Detlef: Die Gassenhauer von Norden. Eine Stadt wünscht sich ihre Fußgängerzone. In: Ostfriesland-Magazin 12 (1984), S. 71-75.
Hartlap, Detlef: Mitleiden an fremden Zuständen: Eine Stadtrundfahrt durch Norden mit Mathilde Imhoff. In: Ostfriesland-Magazin 8 (1985), S. 108.
Hartlap, Detlef: Emden. Ein Hafen auf Abruf. In: Ostfriesland-Magazin 2 (1985), S. 39-57.
Hartlap, Detlef: Lütetsburg. In: Ostfriesland-Magazin 5 (1985), S. 54-57.
Hartlap, Detlef: Das fremde Land. Ostfriesland für Liebhaber. Norden: Soltau-Kurier 1986.
Hartlap, Detlef: Ostfriesland. Photographie Albert Wehner. Mit Beitr. von Peter Elster. München [u.a.]: Bucher 1986.
Hartlap, Detlef: „Was kann ein Mann mit 72 Schöneres erleben!“ In: Ostfriesland-Magazin 10 (1986), S. 33-41;124-125.
Hartlap, Detlef: Der Pirat mit dem Pudel. Die Wahrheit im Fall Störtebeker. In: Ostfriesland-Magazin 7-10 (1986), S. 37;123-124;100-101;126-127.
Hartlap, Detlef: Unterweg nach Kukelorum. Auf dem Ems-Jade-Kanal. In: Ostfriesland-Magazin 8 (1986), S. 46-49.
Hartlap, Detlef: Unser Hage. Das Buch zum Ferienort. Norden: Soltau-Kurier 1987.
Hartlap, Detlef: Die Leute vom Bahnhof Leer. In: Ostfriesland-Magazin 12 (1987), S. 82-89.
Hartlap, Detlef: Der Strom. In: Ostfriesland-Magazin 3 (1987), S. 46-62.
Hartlap, Detlef: Die Ostfriesischen Inseln. Norden: Soltau-Kurier-Norden 1988.
Hartlap, Detlef: Nachrichten aus dem Nirgendwo. Zeitgenössische russische Malerei in der Emder Kunsthalle. In: Ostfriesland-Magazin 9 (1988), S. 14-19.
Noah, Robert: Gottes Häuser in Ostfriesland. Einl. Essay von Detlef Hartlap. Norden: Soltau-Kurier-Norden 1989.
Hartlap, Detlef: Henri Nannen. Der Sinnenmensch von Emden. In: Ostfriesland-Magazin 1 (1989), S. 13-19.
Hartlap, Detlef: Vom Vorteil der Langsamkeit. 13 DDR-Maler in Emden. In: Ostfriesland-Magazin 3 (1989), S. 78-83.
Hartlap, Detlef: Tschechoslowakei. Reiseführer mit Insider-Tips. Ostfildern: Mairs Geographischer Verlag 1992.
Hartlap, Detlef: Island. Reiseführer mit Insider-Tips. Ostfildern: Mairs Geographischer Verlag 1993.
Erster? Zweiter? Gab’s mehrere!?
August 28th, 2006Aktuelles zum Thema Prisma finden Sie ab sofort unter: www.prismablog.de
„Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, sonst bei Zweitweltkriegs- und Nazithemen mit schnittigen Dokumentationen schnell bei der Sache, halten sich diesmal zurück.„, schreibt Prisma Chef und Gelegenheitsaphorist Detlef Hartlap diesmal in seiner allwöchentlichen Abrechnung mit deutscher Fernsehkultur.
Ein bisschen unangenehm, dass sich das kleine Wörtchen „diesmal“ auf die Schlacht an der Somme bezieht, die schon im Ersten Weltkrieg stattgefunden hat. Das dürfte wohl auch das mangelnde Interesse der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten ausreichend erklären. (Anm.d.Red.: damals gab es nämlich nicht so viele Nazis.)
Hartlap illustriert hier lebhaft die langfristigen Konsequenzen der katastrophalen Vernachlässigung des Geschichtsunterrichts in deutschen Schulen.
Nachtrag: Schreibwaisen
August 22nd, 2006
Aktuelles zum Thema Prisma finden Sie ab sofort unter: www.prismablog.de
Mutig, mutig, Prisma-Chefredakteur Hartlap! Dass er sich erneut an das heikel Thema „Rechtschreibung“ heran traute (wir berichteten), nachdem er sich mit vorherigen Äußerungen zum Thema gehörig die Finger verbrannt hat, verdient Respekt! Mit dem „Verein Deutsche Sprache“ (VDS) ist wahrlich nicht zu spaßen, sonst spürt man schnell die Bedeutung des guten alten deutschen Begriffs „Schlägertrupp“ am eigenen Leib.
Falls Ihnen allerdings das „pseudokosmopolitische Imponiergehabe vieler Zeitgenossen“ so sehr auf die Nerven geht wie der VDS, können Sie sich für nur €20 darüber aufregen. C’est la vie! Nur der Tod ist umsonst.
Schreibwaisen
August 21st, 2006Aktuelles zum Thema Prisma finden Sie ab sofort unter: www.prismablog.de
Immer wieder Rechtschreibreform! Diese Woche beschwert sich Prisma Chefredakteur Hartlap über die jenigen, die sich über die Rechtschreibreform beschweren, und macht uns auf einige Tücken der selbigen merksam:
Zwischen wiederfinden und wieder finden, zwischen haltmachen und Halt machen liegen Bedeutungsebenen. Eine gute Rechtschreibung sollte flexibel genug sein, solche Abstufungen deutlich zu machen.
Gut erkannt! Ich möchte ergänzen: Es macht auch einen gehörigen Unterschied, ob man sich einen runterholt oder eben runter holt. (Vergl. „Hatten sie nicht noch ein paar Umzugskartons auf dem Speicher?“, „Ja, meine Kammerzofe kann Ihnen gerne einen runter holen.“)
Und: Ich würde gerne durch drehen am Lenkrad mein Auto lenken. Nicht etwa durchdrehen! Mit der „alten“ Rechtschreibung ist dies nur durch komplizierte Strichpunktkonstruktionen (oder wie es auf Neudeutsch wohl heißt: Semikolon) aus zudrücken: „Ich würde gerne durchdrehen am Lenkrad; mein Auto lenken.“
Das Doppel-S ersetzt an geeigneter Stelle das ß. Daran hat man sich spielend gewöhnt.
Und Schreibmaschinen haben seit geraumer Zeit keine SS Rune mehr. Selbst Günter Grass bereitet das beim Tippen keine Probleme. Machen sie mal einen Punkt.
Die nächste Reform erwächst aus der Basis, aus Internet und Handy.
Das die „Kids“ damit zurechtkommen, ist schon klar, aber bleiben die jenige, die älter als 12 sind und keine SMS-Tastatur mehr bedienen können dabei nicht auf der Strecke?
LG 2 U – Greetz und GN8, AKLA?
die Räd
Journalistische Glanzlichter…
August 17th, 2006…von Daniela Jäntsch sind hier zu finden. Es wird Zeit, unsere Blog-Kontakte spielen zu lassen und sie endlich mit unserem Idol „Dette“ bekannt zu machen!

