Schreibwaisen

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Immer wieder Rechtschreibreform! Diese Woche beschwert sich Prisma Chefredakteur Hartlap über die jenigen, die sich über die Rechtschreibreform beschweren, und macht uns auf einige Tücken der selbigen merksam:

Zwischen wiederfinden und wieder finden, zwischen haltmachen und Halt machen liegen Bedeutungsebenen. Eine gute Rechtschreibung sollte flexibel genug sein, solche Abstufungen deutlich zu machen.

Gut erkannt! Ich möchte ergänzen: Es macht auch einen gehörigen Unterschied, ob man sich einen runterholt oder eben runter holt. (Vergl. „Hatten sie nicht noch ein paar Umzugskartons auf dem Speicher?“, „Ja, meine Kammerzofe kann Ihnen gerne einen runter holen.“)

Und: Ich würde gerne durch drehen am Lenkrad mein Auto lenken. Nicht etwa durchdrehen! Mit der „alten“ Rechtschreibung ist dies nur durch komplizierte Strichpunktkonstruktionen (oder wie es auf Neudeutsch wohl heißt: Semikolon) aus zudrücken: „Ich würde gerne durchdrehen am Lenkrad; mein Auto lenken.“

Das Doppel-S ersetzt an geeigneter Stelle das ß. Daran hat man sich spielend gewöhnt.

Und Schreibmaschinen haben seit geraumer Zeit keine SS Rune mehr. Selbst Günter Grass bereitet das beim Tippen keine Probleme. Machen sie mal einen Punkt.

Die nächste Reform erwächst aus der Basis, aus Internet und Handy.

Das die „Kids“ damit zurechtkommen, ist schon klar, aber bleiben die jenige, die älter als 12 sind und keine SMS-Tastatur mehr bedienen können dabei nicht auf der Strecke?

LG 2 U – Greetz und GN8, AKLA?

die Räd

1 Kommentar zu „Schreibwaisen“

  1. Be Continued sagt:

    Hehehe – Guter Artikel! Ich grinse immernoch. Immer noch. Noch immer.