Archiv für die Kategorie „Sommerloch“

„Bongiorno“ heisst „Ich liebe Dich“…

Samstag, 30. Juni 2007

Rudolf, der Schlawiner.… wäre ein super Titel für so eine ZDF Eigenproduktion, finden Sie nicht? Ich habe das Drehbuch im Kopf schon fast fertig: Auf Elba trifft der verwitwete Kardiologe Rudolph von Stattelhoffer die smarte Tierpflegerin Hanne, die dort auf der Insel das gebrochene Bein des Schimpansen Rudolf kuriert. Eine unheilvolle Verwechselung, durch lustigen Schabernack des Schimpansen und dessen Namensvetterschaft zum Kardiologen verursacht, lässt den Verdacht entstehen, dass Dr. Rudolph seine Frau ermordet hat. Zwischen Rudolph und Hanne knistert es zwar, aber sie weiß nicht, ob sie dem Kardiologen vertrauen kann.

„Ich würde mich so gerne in Deinen starken Armen fallen lassen, aber ich weiß nicht, ob ich Dir vertrauen kann.“ könnte sie ihm z.B. in einem intimen Moment zuflüstern.

Wird es Dr. van Stattelhoffer gelingen, seine Unschuld zu beweisen? Oder zumindest Hanne davon überzeugen, dass seine Frau wirklich bei einem tragischen Tennisunglück auf dem von Stattelhoff’schen Anwesen umgekommen ist?

Ich denke, man muss zielgruppenorientiert denken, wenn man Erfolg als Drehbuchautor haben will, und das 75-95jaehrige Kernpublikum beim ZDF mag sowohl schmucke Ärzte und Schimpansen.

Der GEZ-Wahnsinn geht weiter: Kommt jetzt auch die Wikipedia-Gebühr?

Montag, 31. Juli 2006

Jimmy Wales ist ein sanftmütiger Menschenfreund. Nicht zufällig wurde der Wikipedia-Gründer, auch bekannt als „Jimbo, der medienfreundliche Wikifant„, im April vom Time Magazine unter die „100 Most Influental People“ der Welt (inklusive Nordkoreas) gewählt. Besonders Pressevertreter schätzen ihn als auskunftfreudigen Interviewpartner und Garanten brandheißer Top-Meldungen über die Zukunft unseres Wissens im Zeitalter globaler Datenströme. Mit Vorliebe macht sich „Jimbo“ tiefschürfende Gedanken über Artikel, die von ihm selbst handeln — am liebsten, wenn sie in den einflußreichsten Medien der Welt erscheinen.

20050814214751-Nokia 6680(093).jpgJetzt aber ist dem sympathischen Enzyklopädisten in der Nachfolge von Diderot (der allerdings, anders als Jimmy Wales, „zu Lebzeiten wenig bekannt“ blieb) sein verdienter Ruhm offenbar doch ein wenig zu Kopf gestiegen. Der überhaupt nicht eingebildete „Internet-Einstein“ gab auf einer Pressekonferenz in seinem Garten in St. Petersburg, Florida, aufsehenerregende Pläne bekannt. Von den besonders wißbegierigen deutschen Usern will der bescheidene „Wiki-Stalin“ künftig Gebühren nach dem Muster der GEZ eintreiben. Vor allem Schulkinder, die den Online-Datenschatz für ihre Hausaufgaben mißbrauchen, sollen zur Kasse gebeten und um ihr Taschengeld erleichtert werden — zur Not unter Einsatz von Schlagringen, Messern und Pfefferspray.

„Wikipedia hat Radio und Fernsehen als wichtigste Informationsquelle längst ersetzt“, begründete der fröhliche Positivist den ungewöhnlichen Schritt bei einem lockeren Pressefrühstück. „Außerdem haben diese gottverdammten Deutschen den Krieg angefangen, das haben wir in unserem entsprechenden Diskussionsforum ein für allemal bewiesen.“ Von den erwarteten Einnahmen in zehnstelliger Höhe will der 39jährige Querkopf russische Atom-U-Boote erwerben: „Das ist nun einmal mein Hobby!“ Eine fragwürdige Entscheidung, welche die Wikipedia-Gemeinde dem lausbubenhaften „Wissens-Hitler“ (Motto: „Free Knowledge For Free Minds“) aber wohl kaum verübeln wird.

Woaaaah! Krass!

Mittwoch, 26. Juli 2006

Hammer: in Antalia haben sich Schafe in Lemminge verwandelt! Hunderte sind einfach die Klippe runtergesprungen:

Dem Bericht zufolge überlebte jedoch ein Großteil der insgesamt 320 Tiere den tiefen Fall. Sie seien weich auf den Körpern ihrer vorher gesprungenen Artgenossen gelandet.

Boing! Amock!! Mehr dazu lesen Sie hier.

Angermanagement II

Montag, 24. Juli 2006

Sie hat es wieder getan. Das für seine Wutausbrüche berüchtigte „Supermodel“, dessen Vorname sich fast auf die ozeanischen Ureinwohner reimt und das seinen Nachnamen mit der wohl meistabgebildeten Dosensuppe der Welt teilt, ist wieder ausgerastet. Nicht genug, daß sie in den letzten drei Wochen bereits einem Kellner, der ihr den Whiskey ohne Eiswürfel servierte, mit ihrem Brillantring die Augen auskratzte, daß sie einer schwangeren Hotelangestellten in den Unterleib trat und einem Polizisten bei einer Verkehrskontrolle mit einem Ninja-Schlag den Oberkiefer spaltete — nein, die kaffeebraune Schönheit hat nach brandaktueller Nachrichtenlage schon wieder irgendeinen Scheiß gebaut. Leider haben wir schon im Augenblick des Lesens vergessen, was genau es diesmal war. Dieses Sommerloch kann wirklich gar nichts.

Blog Show: Lehrerblogs

Dienstag, 18. Juli 2006

Ein Lehrer.Da sage nochmal jemand, Lehrer seien gestelzt und langweilig! Oder: „Vermieten Sie nie eine Wohnung an Lehrer oder Zigeuner, besonders Lehrer“. Oder: „Lehrer erzählen immer nur von der Schule, vom Zeugnisschreiben, wie schlecht es ihnen geht, oder wann sie sich frühpensionieren lassen“. Spannendes und Humorvolles aus dem Lehreralltag gibt es aber genug, wie die folgenden Beispiele belegen:

  • In seinem Sprechstunde Blog plaudert Lehrer Zobrist über die Zwickmühle „Zeugnisbemerkungen„.
  • Auch Herr Rau weiss das ein oder andere Histörchen zum Thema „Zeugnisbemerkungen“ auf seinem Lehrerzimmer Blog zu berichten.
  • Anscheinend werden Lehrer es nie Leid, über Zeugnisbemerkungen zu diskutieren, dabei gäbe es doch genügend Vorlagen zum abpinseln.
  • Auch mal Kur- und Frühpensionierungspläne mit einem zwinkerndem Auge betrachten tut der Burnout Blog „ichkannsonichtarbeiten.net“ in der Rubrik „Schmunzeln
  • Der hier ist zwar noch kein richtiger Lehrer, weiss aber trotzdem über die sogenannte „lachende Zunft“ zu berichten: „Wenn Lehrer lachen, kann das sehr befreiend wirken und die durch diametral gegenüberliegende Machtverhältnisse versauerte Atmosphäre bereinigen.“
  • Dieter Kolm räumt einfürallemal mit dem fiesen Vorurteil auf, Lehrer seien faul.

Lächerliche Bergwelt!

Montag, 17. Juli 2006

Felssturz und kein Ende — die Bergwelt ist auch nicht mehr, was sie einmal war. Nach der Eiger-Ostwand bröckeln
jetzt unbestätigten Agenturmeldungen zufolge auch schon die Jungfrau, der Kilimandscharo, der Kahle Asten und der Rauhputz im spanischen Restaurant um die Ecke. Wir fragen: Ist denn auf nichts in der Welt mehr Verlaß? Macht der sprichwörtliche Pfusch am Bau auch vor den herrlichsten Naturdenkmälern nicht halt? Haben polnische Saisonarbeiter das Matterhorn errichtet? Oder drängeln sich hier nur einige mediengeile „Berge“ mit aller Macht in die vom Sommerloch ausgedörrten Schlagzeilen? Unser Tipp: Gar nicht mal ignorieren.

Unser Bild zeigt den Eiger, als er noch nicht kaputt und als Reinhold Messner noch ein junger Bär war.

Herzlich Willkommen George Bush!

Mittwoch, 12. Juli 2006

Ekstatische Ossis feiern Ausgelassen den Praesidenten.Er und kein anderer ist der eigentliche Weltmeister der Herzen! Millionen Ostdeutsche feiern zur Zeit ausgelassen die heutige Ankunft des wohl beliebtesten Volksfestatmosphaere in der Stralsunder InnenstadtMannes der freien Welt: George W. Bush, den Angela Merkel nur noch mit Kosenamen „Grobi“ anspricht, wird heute ankommen, um der Kanzlerin waehrend ihres Urlaubs in Stralsund Gesellschaft zu leisten. In der Stadt herrscht waehrenddessen Volksfeststimmung. Menschen aus der ganzen ehemaligen DDR sind angereist um das Wetter zu geniessen, zu feiern und mit einem bisschen Glueck vielleicht einen kurzen Blick ihres Idols erhaschen zu koennen. Ostdeutsche Jugendliche Freuen sich ueber die Ankunft von George BushDie sonst verschlafene Innenstadt ist verwandelt in ein farbenpraechtiges Meer Amerikafahnen, keine Spur von tristem Ostblockmief weit und breit. „Waehrend der 60 jaehrigen sowjetischen Besatzung waren die Pakete aus den Vereinigten Staaten unsere einzige Hoffnung! Nun habe wir endlich die Moeglichkeit, ‚Danke‘ zu sagen!“, freut sich Optiker Detlef H. aus Herne.

Stierhatz &#151 ein fragwürdiges Urlaubsvergnügen

Dienstag, 11. Juli 2006

Schon Ernest „Papa“ Hemingway stand immer in vorderster Reihe, wenn in Pamplona unter wildem Gejohle die traditionellen „Stiere“ durch die engen Gassen gehetzt wurden. Jedes Jahr fordert das „fragwürdige“ Spektakel Hunderte, ja Tausende von Toten und Verletzten — auch in diesem Sommer starben, je nach Quelle, schon 22 bis 721 Menschenopfer. Von den geschundenen Kreaturen ganz zu schweigen. Wir haken kritisch nach: Brauchtum — oder womöglich nur Tierquälerei? Warum schreitet die Unesco nicht ein? Dieser „Hatz“ muß (oder sollte zumindest) ein Ende gesetzt werden.

B24_Almabtrieb2.jpg

Unser Archivbild zeigt leichtsinnige „angry young men“, die in Pamplona bei der traditionellen Stierhatz ihr Leben aufs Spiel setzen.

Titanwurzplage!

Dienstag, 11. Juli 2006

Frank Schaetzing beschreibt eindrucksvoll in seinem spannenden Bestsellerroman „Der Schwarm“ was schon in den apokalyptischen Visionen der Offenbarung als Ankuendigung des Untergangs erwaehnt wird: die Titanwurzplage. Die riesige, nach Aas riechende Bluete der Titanwurzpflanze (Amorphophallus titanum) erhebt ihr schreckliches Haupt ueblicherweise hoechstens einmal im Jahrhundert, doch diesen Sommer scheinen alle Uhren rueckwaerts zu laufen!

Ein miefiges Bluetenmeer ueberzieht Deutschland und die Welt. Bonn, London, Stuttgart, Washington, Fairchild, Fullerton, Brest: die Liste liest sich wie ein regelrechtes „Who’s Who“ des weltpolitischen Parketts. In diesen Tage weht ein suesslicher Wind verwesenden Fleischs durch die Metropolen und kuendigt bestimmt nichts Gutes an.
Totbringer Titanwurz

Die majestätische Titan- oder Todeswurzbluete kann sich vor dem Ansturm begeisterter Besucher kaum retten.